9ELF-Magazin 2012-04

9ELF 2012-04Magazin für Porsche-Enthusiasten

Mit großem Klassik-Spezialteil mit folgenden Beiträgen:

  • Werksrestaurieren bei Porsche Classic
  • 911 RS geklont
  • Retro Classics Stuttgart
  • Rothmans-911 SCRS
  • Flugzeug-Restaurierung Mooney
  • Porsche-Traktoren
  • Classic-Partner
  • uvm.



2012-06 Leitartikel

Jo Soppa - Chefredakteur MO

Jo Soppa

Italienische Momente

Audi kaufte den Ducati-Diamanten. Jedoch, die Goldader liegt am Comer See

Wenn die Tagespresse das Thema „Motorrad“ aufgreift, dann ist in aller Regel wieder einmal ein älterer Herr von einem linksabbiegenden Karossenlenker um Vorfahrt und Leben gebracht worden. Die Überschrift lautet dann meistens: „Zu Tode gerast“ – oder etwas in vergleichbarem Tenor. Im Text erfährt man dann, dass der Zweiradler 74 Jahre alt und sein „Feuerstuhl“ ein Motorroller war. Tageszeitungs-Klischee, wie wir dich lieben.

In letzter Zeit wurde auch vermehrt über einen älteren Herren im Zusammenhang mit Motorrädern berichtet. Dies geschah äußerst differenziert, wohlwollend und vor allem respektvoll. Denn der an-gesprochene Herr wirkt an maßgeblicher Stelle in einem bedeutenden deutschen Automobilkonzern. Und bedeutende deutsche Automobilkonzerne sind für die Tagespresse sehr wichtige Anzeigenkunden. Da heißt es für die „Meinungsmacher“: aufpassen.

Der ältere Herr ist Ferdinand Piëch, und auf sein Betreiben hin wurde kürzlich Ducati in die sportlich-noble Markenwelt von Audi integriert. Dort ist die italienische Kultmarke in Motorraddingen nicht gänzlich alleine. Bekanntlich zählt seit 2008 auch Suzuki mit zwanzigprozentigem Anteil zum VW-Konzern. Passiert ist mit Suzuki-Motorrad in den vergangenen Jahren vergleichsweise wenig. Und so mag man sich die berechtigte Frage stellen: Was will VW mit Ducati?

Manche Beobachter meinen tatsächlich, die Übernahme sei einzig der Motorrad-Marotte des maßgeblichen Konzernlenkers Ferdinand Piëch anlässlich seines 75. Geburtstags zuzuschreiben. Selbst Ducati-Fahrer, hatte Piëch immer wieder das Interesse an der Marke durchblicken lassen. Zuletzt aber flammte zwischen den Italienern eine Liasson mit einer ganz anderen Automarke auf. Mercedes-Silbergrau und deren sportlicher Ableger AMG kuschelten ausgerechnet mit den Roten aus Bologna zusammen. Da zählten manche Beobachter schon aufgeregt eins und eins zusammen. Doch für diese „freakige“ Entscheidungen ist derzeit im Daimler-Konzern kein Platz. Schon eher bei VW und dort besonders bei der international höchst erfolgreichen Konzernmarke Audi. Und Italien-Connections haben dort auch Tradition. Der Audi-Markenauftritt wird seit Jahren vom Ex-Alfa Romeo-Designer Walter de Silva verantwortet.

Und Audi steht seit jeher in einer Art besonderem sportlichen Wettstreit mit der unweit von Ingolstadt ansässigen Marke BMW. Gut möglich also, dass Ferdinand Piëch mit Ducati seinen Münchnern Kollegen ein wenig in deren erfolgreiches Motorradgeschäft spucken möchte. Wenn dem so sein sollte, dann hätte ich für den Audi-Mann noch einen Tipp: Moto Guzzi ist die Italo-Marke, mit der man BMW im angestammten und wirtschaftlich höchst wichtigen Touring-Segment viel mehr ärgern könnte als mit der technisch zwar anspruchsvollen, aber auch sehr viel extremeren und damit selektiven Marke Ducati. So faszinierend eine Panigale auch sein mag, so klein ist die tatsächliche Käufergruppe.

Im großen Italien-Spezial in dieser MO-Ausgabe finden Sie eine Moto Guzzi Stelvio aus der Dynotec-Tuning-Schmiede. Dieses Motorrad fährt derart begeisternd, dass redaktions­-intern schnell das geflügelte Wort der „besseren BMW GS“ die Runde machte. Was das oberitalienische Werk aus kaum nachvollziehbaren Gründen seit Jahren nicht auf die Reihe bekommt, das schafft offenbar ein auf den charakterstarken V-Motor eingeschossener Tuner mit links. Und was könnte erst eine Firma wie Audi aus diesem Potenzial machen?

 

Inspirierende Unterhaltung mit dieser italolastigen MO-Ausgabe wünscht

 

Jo Soppa, Chefredakteur

 

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Geländesport-Klassik-Sonderheft Nr. 4

Klassik Motorrad GS - Geländesport Spezial

 

Ausgabe 4 im Handel erhältlich

Klassik Motorrad GS Spezial – das Sonderheft für Geländesportler – Ausgabe 4. Ab sofort im Handel. Unser neues Klassik Motorrad-Sonderheft Geländesport Spezial", prall gefüllt mit schönen Geschichten und Berichten aus der Old- und Youngtimer-Szene, Technik und Exoten.

Der sehr lebendigen Szene der klassischen Gelände- und Cross-Motorräder widmet sich auch das vierte „Klassik Motorrad"-Sonderheft.


Motorrad Testbuch 2012

2012 testbuch motorradMotorrad Testbuch - Das Original seit 1983

Mit dem Test-Jahrbuch 2012 erhalten Sie mehr als nur einen umfassenden Überblick auf das laufende Motorradangebot.
Ein übersichtlich-kompaktes Testprofil sagt Ihnen klipp und klar, was Sie vom jeweiligen Wunschmotorrad erwarten können und was nicht.

Motorrad-Magazin MO 2012-05

MO 2012-05Leitartikel: Noch viel schlimmer. Geschäftsmodell Radarkontrolle. Die große Abzocke hat längst Methode

Wieder eine neue Ausgabe, prall mit interessanten Themen rund ums Zweirad. Diesmal mit großem Extra-Teil "Erste Liebe". Seine erste Liebe vergisst man nie, und viele haben sich deshalb auch nie von ihr getrennt. Auf 20 Extra-Seiten stellen uns die MO-Leser ihre Jugendlieben vor – und ihre Jugendsünden…

 

Weitere Themen:

 

Test: MV Agusta F3 Oro; MV Agusta Brutale R 1090; Honda NC 700 X; Moto Guzzi V7; KTM Freeride 350; Aprilia Dorsoduro 1200; Quadro 350D; Hyosung GT 250i Naked


Quad Magazin 2012-04

Quad Magazin 2012-04Die neue Ausgabe von Quad Magazin ist randvoll mit interessanten Themen und Neugikeiten.

News: Szenenews

Eyecatcher: Dinli Centhor 565 4x4 und Evo 565 4x4, Argo Avenger 700 8x8

Test-Spezial: Kymco MXU 450i 4x4, Can-AmOutlander 500 XT, TGB Target 550 IRS, Polaris Sportsman 500 H.O. Forest, Arctic Cat 550i EFT

Fahrbericht: Arctic Cat 700 H1 Mud Pro Vogt Edition

Company: 175-jähriges Jubiläum von John Deere

Technik: Schraubenratgeber

Recht: Anhang ohne Folgen

Bekleidung: Textil-Kombis im Vergleich

Sport: Endurocup ECHT, Quadcross EM, German Cross Country, Deutsche Moto-Cross-Meisterschaft, Jag den Wolf, Endurance Masters


Klassik Motorrad 2012-03

Klassik Motorrad 2012-03 Die aktuellste Ausgabe von Klassik Motorrad mit folgenden Themen:

Titelthema: BSA Firebird Scrambler

Legende: Indian 841

Youngtimer: Yamaha RD 250G, Yamaha RD 400

Veteran: OEC Commander

Magazin: Kreidler Florett, John Favill

Technik: BMW-Zylinderköpfe, Die Schnell-Parilla


Quad Magazin 2012-03

Quad Magazin 2012-03Die neue Ausgabe von Quad Magazin ist randvoll mit interessanten Themen und Neugikeiten.

News: Szenenews, Yamaha YFM 700R Baja/Rallye

Eyecatcher: Kawasaki Mule 4010 4x4 Diesel, Honda Foreman TRX 500 FE

Fahrbericht: Dinli 300 Special X, Yamaha YFM 250 R, SMC Bronco 320 SM, Actionbikes Mad Max, CFMoto Terralander 800 V2 EFI 4x4, Goes G E-SSV

Arbeit: Beim Winzer

Technik: Drehmomentschlüssel

Zubehör: Rucksäcke

Reise: Argentinien, Camino Real

Sport: Endurocup ECHT, Fahrervorstellung: Yvonne Röhrl


9ELF-Magazin 2012-03

9ELF 2012-03Magazin für Porsche-Enthusiasten

Eine neue Ausgabe, prall gefüllt mit vielen Themen rund um das Thema Porsche, unter anderem ein großer Spezialteil "Porsche in den USA"

Weitere Themen:

  • Porsche Boxter (981)
  • Fahrbericht 911 (991) Carrera S
  • Fahrbericht 911 (991) Carrera Cabrio
  • Porsche 968 Coupé
  • Porsche 968 Clubsport
  • und vieles mehr

2012-04 - Leitartikel

Jo Soppa - Chefredakteur MO

Jo Soppa

Tempowahnsinn

Geschäftsmodell Radarkontrolle. Die große Abzocke hat längst Methode

Vom Rücken der Pferde an die Zügel der motorisierten Vehikel. Das brachte unseren Vorfahren mehr Tempo, plötzlich war man Sieger über Raum und Zeit. Vor gut 100 Jahren wurde das als großer Gewinn gefeiert. Velocitas, du Göttin der Mo­derne. Damals blieb das kostspielige Motor-Vergnügen auch nur Adel und Großbürgertum vorbehalten. Entsprechend applaudierte man sich selbst kokett zur Rolle als noble Avantgarde. Seit Goggomobil, VW Käfer und Wirtschaftswunder darf das Volk demokratisch Gas geben. Mit weitreichenden Folgen und zunehmend verstopften Straßen. Kein Vorteil ohne Nachteil. Es ist wie mit unseren Mobiltelefonen. Jeder möchte eines , aber keiner will die dazugehörende Richtantenne in unmittelbarer Nachbarschaft. Viele haben deshalb auch ein schlechtes Gewissen. Das ist Futter für unseren Bürokraten-Staat, denn mit schlechten Gewissen ist gut Geld machen. Über kurz oder lang wird für alle Mobiltelefonisten eine ­Elektrosmog-Abgabe oder etwas Ähnliches kommen.
Betrachtet man sich die Entwicklungen im Straßenverkehr, dann wäre das nur logisch. Denn obwohl seit Jahren die Unfallzahlen dank um sich greifender fahrerischer Kompetenz, hochwertiger Technik und Vernunft trotz hohem Verkehrsaufkommen rückläufig sind, wird von öffentlicher Seite aus verstärkt Jagd auf die Geldbörsen der Motorisierten gemacht. Das System der Geldeintreibung ist immer das gleiche. Mit fragwürdigen Begründungen wie „Luftreinhaltung“, „Feinstaubbelastung“, „Unfallschwerpunkt“ oder „Lärmvermeidung“ werden an verführerisch gut ausgebauten Strecken drastische Geschwindigkeitsbegrenzungen installiert. Diese Tempovorgaben werden sodann rigide überwacht.
Kürzlich war ich mit der neuen Norton auf einer vierspurigen Bundesstraße unterwegs. Früher gab es auf dieser Strecke ein Tempolimit von 120 km/h, heute gelten dort 80 km/h Höchstgeschwindigkeit, für Lastwagen gar 60 km/h. In den verkehrsreichen Stoßzeiten ist das kein Problem, weil es stockend und zuckelnd noch viel langsamer vorangeht. Mittags, bei abgeklungenem Berufsverkehr, sieht das anders aus. Dann liegt die „natürliche Fließgeschwindigkeit“ der Bundesstraße bei etwa 100 km/h. Zu früheren 120-km/h-Zeiten wäre man also auf dieser Strecke ganz ruhig und entspannt dahin gerollt. Wenn’s heute an gleicher Stelle blitzt, darf man sich im nächsten Lokalreport der Tageszeitung als „erwischten Raser“ titulieren lassen. Derart weltfremde Tempolimits sind ähnlich provokant-nervend, wie das konstant mit 75 km/h auf der Landstraße vor einem hergurkende Auto eines Oberlehrers. Solche Leute applaudieren dann selbstverständlich in den einschlägigen Leserbriefspalten treuherzig mit Kommentaren wie: selber schuld. Man muss sich nur an das Tempolimit halten und alles ist gut.  
Nein, ich bin mit der Norton nicht geblitzt worden. Ich kenne die Stellen, an denen die fest installierten Blitzer stehen. Insgesamt waren es auf besagter Strecke an diesem Tag übrigens fünf Tempokontrollen, weil es neuerdings sportliche Herausforderung der Behörden ist, kurz hinter einem fest installierten Blitzer noch eine mobile Station ins Gebüsch zu stellen. Und das alles auf einer Streckenlänge von rund zehn Kilometern.
Von Seiten der Kommunen und Städte wird selbstverständlich vehement bestritten, dass es alleine ums Füllen der Gemeindesäckel geht. Man verfolge vielmehr hehre gesellschaftspolitische Ziele. Erstaunlich nur, dass ich in meiner Karriere als Motorist nur zwei Tempokontrollen vor einer Schule oder einem Kindergarten gesehen habe.
Entlarvend sind auch die Geschäftspraktiken der Firmen, die derartige Blitzanlagen herstellen. Klammen Gemeinden wird etwa ein Beteiligungsmodell vorgeschlagen. Das bis zu 250000 Euro teure Gerät stellen sie dann kostenfrei auf, und die Firma kassiert bei jedem Blitzer mit.
Damit wir uns recht verstehen. Mir geht es keinesfalls um ein Lob des zügellosen Schnellfahrens. Was derzeit läuft, ist jedoch nichts weiter als eine weitere Abzocke der arbeitenden Bevölkerung unter dem uferlos interpretierbaren Deckmantel der „Verkehrserziehung“. Die verantwortlichen Behörden verfahren getreu dem Motto, dass Kleinvieh auch Mist macht. Viel Mist sogar, denn das Gros sind die Verstöße der „kleinen Sünder“, und nicht diejenigen der sensationstauglichen Speedfreaks, die ihren Schwachsinn auch noch fürs Internet filmen.
Durch diese „massenkompatible Arbeitsweise“ sind die teuren Geräte meistens nach einem Vierteljahr „abbezahlt“. Dann rollt der Rubel. Viele Städte sind deshalb dankbar um jeden Meter Bundesstraße oder Autobahn, der über ihre Gemarkung führt. Begründungen für ein hinterlistiges Tempolimit gibt es ja genug, siehe oben.
Was kann der durch überspannte Benzinbesteuerung ohnehin geschröpfte Bürger dagegen tun? Zunächst einmal darüber nachdenken, welchem „Weltverbesserer“ Sie bei der nächsten Wahl Ihre Stimme geben. Dann: Machen Sie Ihrem Unmut öffentlich Luft. Wenn in Ihrer Gemeinde die Blitzeritis um sich greift, dann schreiben Sie nette Briefe an Ihre Tageszeitung. In den Redaktionen wird zwar mit den Gemeidefürsten in gegenseitiger Abhängigkeit gekungelt und dem angesagten Kuschelkonsens in der Gesellschaft gefrönt, aber manchmal druckt die „freie Presse“ tatsächlich auch kritische Briefe ab. Und, ganz wichtig, lassen Sie sich nicht erwischen.

Blitzfreien Start in die Motorradsaison wünscht

Jo Soppa, Chefredakteur

 

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