Motorrad-Magazin MO 2013-04

Motorrad Magazin MO, Ausgabe 2013-04

Leitartikel: Nicht alles ist ein Auto. Selbst Alfred Bajohr hätte an der neuen BMW GS seine Freude gehabt


Wieder eine neue Ausgabe mit interessanten Geschichten rund ums Motorrad. Unser Themen-Schwerpunkt beschäftigt sich dieses Mal mit Leichtbau: Die Tricks der Hersteller, die leichtesten Serien-Bikes, die Tuning-Möglichkeiten sowie die neuesten Entwicklungen. Bei der Motorradmasse gilt seit jeher: Weniger ist mehr. Wir kriechen ins Material und werfen einen Blick auf zweirädrige Leichtgewichte


ORIG-Magazin 02-2013

ORIG.-Magazin 02.2013

Die vierte Ausgabe ist im Handel.

Lifestyle ist uns wurscht. Wir haben einfach Freude an klassisch gutem und inspirierend originellem Zeug: Analoge Fotoapparate (es muss nicht immer Leica sein...), schöne Fahrräder (man kann sich auch ohne Singlespeed plagen...), Autos aus der goldenen Schmiernippel-Ära (nicht schon wieder der Flügeltüren-Mercedes...), analoges HiFi (und, ja, es gibt noch andere als Accuphase und McIntosh...), dazu Hintergründiges, Sachverständiges und spitzfindig Anregendes aus Handwerk, Kultur und Lebensart.

Dafür machen wir „orig." – Das Magazin für Klassiker und Originale. Ab sofort auch im Abonnement


Motorräder aus Italien Ausgabe 15

Motorräder aus Italien Ausgabe 15Endlich wieder da!
Motorräder aus ITALIEN seit 1. März im Handel

Die legendäre Marke MV Agusta ist wieder da, wo sie hingehört, im Spitzenfeld der Supersport-Motorräder. Und das Sonderheft „MOTORRÄDER aus ITALIEN" ist auch wieder da. Es widmet sich unter anderem den italienischen Traummaschinen aus Varese sowie vielen weiteren Themen rund um die Grün-weiß-roten Marken


2013-03 Leitartikel

Jo Soppa - Chefredakteur MO

Jo Soppa

Kraft aus der Mitte
Form follows function. Dieser Grundsatz gilt für luftgekühlte Motoren besonders

Technischer Fortschritt ähnelt mitunter einem Restaurantbesuch. Man hat Lust auf richtig gute Bratkartoffeln und dazu ein richtig gut gegrilltes Stück Fleisch, angereichert mit einer Kelle richtig gut zubereitetem Gemüse. Allein die Vorstellung treibt die Verdauungssäfte in den Mund. Doch auf dem Tisch landet schließlich ein mit Beiwerk aufgebrezeltes Sammelsurium aus dem Kabinett des geschulten Gastronomie-Profis, kredenzt mit viel Tamtam und Beiwerk. Gemüse und Kartoffeln wurden in der Mikro­welle schnell flott gemacht, mit ein wenig Petersilie auf frisch getarnt, das Fleisch mit greller Pfefferkorn-Gewürzsoße allzu effektheischend zugetüncht. Weil der Magen bereits in den Kniekehlen hängt, isst man alles tapfer auf, bezahlt und weiß, dass selbst der leidliche Hobbykoch in dir alles runder hinbekommen hätte.
Keine Frage, das Einfache kann mitunter höchst schwierig sein. Wirft man etwa einen tiefen Blick in das Restaurant mit Namen „Motorradmarkt", dann gibt es dort auch viel Tamtam und sehr wenig geniale Einfachheit zu sehen. So wundert sich Kollege Guido Kupper zurecht, wenn er am neuen Kawasaki Naked Bike Z 800 erst einmal jede Menge Kunststoffblenden abschrauben muss, um zur funktionalen Technik vorzudringen. Dieser anscheinend unnütze Bauteileaufwand erstaunt umso mehr, wenn an anderer Stelle die üblichen Klagen zum Thema Herstellungskosten erschallen. Welcher Konstrukteur kennt sie nicht, die sprichwörtliche Unterlegscheibe aus sorgsam angefastem Edelstahl, die nicht verbaut wird, weil sie im Einkauf 2,7 Cent teurer ist als das simple Allerwelts-Stanzteil.
Die alte Designerformel, nach der die edle Form der Funktion zu folgen hat, gilt inzwischen nicht einmal mehr für Reifen. Denn das zwangsläufig Runde wird mit Profilbildern geschönt, die nicht nur Regenwasser aufnehmen sollen, sondern zu allererst beim Kunden das gute Gefühl unendlich griffigen Gummis wecken müssen. Wer fährt heutzutage auch schon im Regen?
Form follows emotion heißt deshalb die maßgebliche Devise der Designer unserer Tage. Das gilt umso mehr, je komplexer die Technik hinter der möglichst laut und eindrücklich präsentierten Fassade wird. Im Autobereich etwa werden die Motoren bereits seit Jahren unter einer pseudotechnischen Plastiktapete versteckt. Gerade so, als handele es sich um ein auf Originalgröße hochgezoomtes Spielzeugauto.
Viel Motor gibt es auch bei den meisten modernen Motorrädern nicht mehr zu sehen. Fast könnte man meinen, die Hersteller schämten sich dafür, dass sie noch altertümlich grummelnde Hubkolbenmaschinen und keine zischenden Wasserstoffturbinen im Sortiment haben.
In dieser MO-Ausgabe geben wir uns einmal mehr völlig unverkrampft klassischer Verbrennungstechnik hin. Und klassisch, das heißt luftgekühlt. Und luftgekühlt, das heißt Kühlrippen. Und Kühlrippen, das heißt noch „form follows function".
Erfreulich, dass es nach wie vor noch reichlich Neuware mit Kühlrippen zu kaufen gibt. Doch es sind vor allem die strenger werdenden Abgasgrenzwerte, die den Luftgekühlten das Leben zunehmend schwer machen. Zumal dann, wenn sie das von den Kunden gewohnte und gewünschte Leistungsniveau halten oder gar weiter ausbauen sollen.
100 PS pro Liter Hubraum sind deshalb so etwas wie die Schallmauer, die für alles Luftgekühlte gilt, und die aus genannten Gründen zukünftig nach unten zu korrigieren ist. Man nehme etwa die neue Honda CB 1100, die trotz ausgefeilter Kühlrippentechnik noch für nominell 90 PS gut ist.
Ich sage an dieser Stelle ausdrücklich nicht „nur 90 PS", weil Maximalwerte stets eine relative Größe sind, die in der Praxis eine eher untergeordnete Rolle spielen. Denn die Musik spielt immer in der Mitte, und dort zählt bekanntlich das, was ein Motor bei ganz hausbackenen Drehzahlen zu leisten im Stande ist. Wie er mit der Gashand spricht und wie das Motorerlebnis zwischen Steiß und Großhirnrinde zur Stimulanz hoch schäumt. Glücklicherweise spricht sich diese Erkenntnis jenseits der üblichen Testsieger-Beweihräucherungen immer mehr herum. Auch der gemeine Motorradkäufer ist inzwischen mündiger, als es manchen Meinungsmachern lieb ist.
Genau deshalb lesen Sie ja Deutschlands beste Motorradzeitschrift, mit der Sie sich auf den folgenden Seiten richtig Kühlluft um die Nase blasen können.

Mögen uns Kühlrippen-Motoren noch lange erhalten bleiben.

Jo Soppa (Chefredakteur)
 

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Motorrad-Magazin MO 2013-03

Motorrad Magazin MO, Ausgabe 2013-03

Leitartikel: Kraft aus der Mitte. Form follows function. Dieser Grundsatz gilt für luftgekühlte Motoren besonders


„Motorrad pur", so heißt der große Spezialteil im neuen MO. Nichts da mit „in Ehren ergraut". Motorräder mit dem alten Konzept Stahlrohrrahmen plus luftgekühltem Motor gehören noch lange nicht zum alten Eisen. Dank Euro 4 wird sich das allerdings 2016 ändern. Genießen Sie mit uns die letzten Überlebenden einer faszinierend puren Spezies


9ELF-Magazin 02-2013

9ELF-Magazin - Ausgabe 02.2013Magazin für Porsche-Enthusiasten

Der Porsche 911 feiert dieses Jahr ein ganz besonderes Jubiläum. Im September 1963 wurde der Sportwagen, der Geschichte schreiben sollte, auf der Frankfurter IAA erstmals einer begeisterten Öffentlichkeit präsentiert. Damals noch unter der Modellbezeichnung 901. Auf 14 Seiten lesen Sie hier den ersten Teil der Geschichte


Mehr in der neuen 9elf-Ausgabe 2/2013

Quad Magazin 2013-02

Quad Magazin 2013-02Die neue Ausgabe von Quad Magazin ist randvoll mit interessanten Themen und Neuigkeiten im Handel erhältlich.

Themen sind unter anderem:

  • News der Szene
  • Fuhrpark: Polaris und Linhai
  • Fahrbericht: Triton Defcon 700 EFI 4x4 LOF
  • Fahrbericht: Goes G 225S
  • Fahrbericht: Polaris Scrambler XP 850 H.O. LE
  • Fahrbericht: Can-Am Outlander 1000 X mr
  • Fahrbericht: Faun Kraka
  • Bekleidung: Funktionsunterwäsche
  • Technik: Bremsen entlüften
  • Technik: Griffheizung anbauen
  • Reise: Alpentour - Zwei Tage, sieben Pässe
  • Sport: Schnee Speedway
  • Sport: Dakar 2013
  • ...uvm

Weitere Infos zur Ausgabe hier


Klassik Motorrad 2013-02

Klassik Magazin - Ausgabe 02.2013 Wieder eine neue Ausgabe, prall gefüllt mit
Geschichten aus der Oldtimer-Szene

Wieder eine ganz besondere Ausgabe mit vielen Szeneberichten und Reportagen rund um das Thema Oldtimer und Youngtimer. Eine davon dreht sich um die Legende Vincent-HRD Rapide, zu ihrer Zeit das beste und schnellste Serienmotorrad


Motorrad-Magazin MO 2013-02

Motorrad Magazin MO, Ausgabe 2013-02

Leitartikel: Sechser Freuden. Je mehr Zylinder, desto mehr Bauteile. Das erhöht die Reibung, kostet Kraft und Sprit

Wieder eine neue Ausgabe prall gefüllt mit Geschichten rund ums Zweirad. Unser Schwerpunkt liegt dieses Mal beim Schwerpunkt Sechszylinder.
Sechs Zylinder sind nicht notwendig, aber sie sind der Ausdruck einer Philososphie: Wir sind Herrscher über sechs Kolben, sechs Pleuel und zwölf oder 24 Ventile. Wir gönnen uns diesen Luxus in unserem Spezialteil


2013-02 Leitartikel

Jo Soppa - Chefredakteur MO

Jo Soppa

Sechser Freuden
Je mehr Zylinder, desto mehr Bauteile. Das erhöht die Reibung, kostet Kraft und Sprit

Wer hätte das jemals gedacht. Ausgerechnet im lustfeindlichen Deutschland bauen aktuell gleich zwei Hersteller Motorräder mit fetten Sechszylinder-Triebwerken. Selten war Teil zwei dieses herrlichen Wortungetüms in seiner Bedeutung richtiger als in diesen Fällen. Sechs Zylinder in einem Motorrad, das steht seit jeher für Luxus und vor allem für technische Raffinesse. Und für ein Kapitel faszinierender Rennsport-Geschichte. Denn die beiden Doppel-Weltmeistertitel von Mike Hailwood in den Klassen 250 und 350 ccm, die er in den Jahren 1966 und 1967 auf dem Filigran-Kunstwerk von Honda Motoren-Guru Shoichiro Irimajiri errang, stehen nicht nur für eine der erfolgreichsten Rennkonstruktionen der Geschichte, sondern sind auch durch das von Volker Rauch 1967 in Clermont-Ferrand geschossene Schräglagenfoto (siehe Seite 16) zu einer Ikone des Sports und vor allem zum Sinnbild der „Magie Sechszylinder“ geworden.

Übrigens konstruierte Irimajiri dieses epochale Renngerät als blutjunger Twen. Auch die spätere CBX 1000 ist sein Werk und ebenso die trotz sportlicher Misserfolge nicht minder denkwürdige NR 500 mit ovalen Kolben und acht Ventilen pro Zylinder. 1992 schied er bei Honda wegen gesundheitlicher Probleme aus, später entwickelte Irimajiri für Sega Rennsimulationen. Wahrlich, ein bemerkenswerter Mann.

Aber auch Deutschland hat in Sachen Sechszylinder außergewöhnliche Persönlichkeiten zu bieten. Etwa Clemens Neese, dem das Kunststück zu verdanken ist, die ehrenwerte Marke Horex mit einem von Grund auf komplett neu ent­wickelten Sechszylinder wieder zu beleben. Alleine dieser unglaubliche Kraftakt verdient höchsten Respekt, auch wenn manches der vielleicht im enthusiastischen Eifer zu ehrgeizig gesteckten Ziele inzwischen korrigiert werden musste. Immerhin, die Horex VR6 ist kein Luftschloss. Sie steht bei ausgesuchten Händlern und wartet auf Probefahrer, die bereit sind, das bisher Geleistete in vollem Umfang zu würdigen.

Ungleich einfachere Entfaltungsmöglichkeiten fanden dagegen die BMW-Entwickler Heinz Hege, Wolfgang Mattes, Michael Haimerl und Dr. Georg Unterweger vor, als sie in München grünes Licht für die Umsetzung der Sechszylinder-Idee auf zwei Räder erhielten. Dass man in Bayern erfolgreich in die Breite bauen kann, zeigt seit Jahrzehnten der überaus beliebte und deshalb markentypische Boxer. Der überwältigende Zuspruch, den der bayerische Sixpack-Luxustourer inzwischen weltweit erfährt, zeigt jedoch, dass Scheuklappendenken beim Motorradpublikum keine auffällige Daseinsform mehr ist. Was im genannten Fall auch kein großes Wunder ist, schließlich steht die Marke BMW samt und sonders für Reihen-Sechszylinder, wenn auch explizit bisher im Automobilbau.

Doch genau dort drehen die Hersteller die Zylinderzahl beständig nach unten. Selbst in Oberklasse-Fahrzeugen finden sich heute kleinvolumige Vierzylinder, denen mittels Aufladung tüchtig Drehmoment und Leistung eingehaucht werden. Neueste Entwicklungen sehen sogar den Einsatz von Dreizylinder-Maschinen vor. Der Grund ist einmal mehr: Sprit sparen. Weniger Zylinder verursachen weniger Reibung. Und Reibung kostet Kraft und damit Energie.

Nichtsdestotrotz lässt sich speziell eine BMW K 1600 GT mit verblüffend geringem Benzindurst durch die Lande schaukeln. Vor allem, wenn man sich vor Augen führt, wie genüsslich versoffen noch die alten Zweiventil-Boxer am Spritfass nuckeln konnten – wenn’s mal richtig zur Sache ging.

Freuen wir uns also an der ganzen alten und neuen Sechszylinder-Herrlichkeit. Dass Dreizylinder das Motorrad-Ideal und keinesfalls nur der halbe Spaß sind, wissen die kundigen MO-Leser ohnehin schon seit etlichen Jahren.


Viel Vergnügen mit der Sixpack-geladenen Februar-Ausgabe wünscht

Jo Soppa (Chefredakteur)
 

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